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USA

 
USA - Austausch: Ein Dauerbrenner

USA Austausch

Seit 1975 besteht der Schüleraustausch mit Appleton / Wisconsin in den USA, welcher von Sr. Nicodema Riedhofer und Mrs Anna Graf ins Leben gerufen wurde und damals noch vom Bayerischen Jugendring betreut wurde. Sr. Avita Bichlmaier begleitete damals die erste Schülergruppe. Seitdem haben viele hundert Schüler aus beiden Ländern die Gastfreundschaft von fremden Familien genießen können und es sind viele Freundschaften entstanden.

Heute steht das Programm unter der Schirmherrschaft des GAPP (German American Partnership Program), das wiederum unter der Leitung des Goetheinstituts in New York und des Pädagogischen Austauschdienstes in Bonn steht.

Der Ablauf an unseren Schulen ist seit vielen Jahren gleich und hat sich bewährt, so dass jedes Jahr ein Austausch auf Gegenseitigkeit mit Schulen in den USA stattfinden kann und die Begeisterung unserer Schüler (Gymnasium und Realschule) ungebrochen ist.

Im Einzelnen bedeutet das, dass alle zwei Jahre im Juni eine Schülergruppe aus Appleton, von den drei High Schools in Appleton (West, East, North), unsere Schulen für zirka zwei Wochen besucht und dass eine Gruppe von Schülern unserer Realschule und des Gymnasiums – insgesamt 20 bis 25 Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Jahrgangsstufe – Ende August aufbricht, um für drei Wochen das Leben in den USA kennen zu lernen.

Durch unseren Austausch verbessern die Schüler nicht nur ihre Kenntnisse der jeweiligen Sprache, sondern lernen auch durch ihren Aufenthalt in den Familien die kulturellen Unterschiede in den beiden Ländern kennen. Es entstehen dabei auch Freundschaften, die lange Zeit und manchmal sogar ein ganzes Leben lang bestehen bleiben.

 

Kriterien für die Auswahl zum Amerikaaustausch

Frankreich


Schüleraustausch mit Angoulême

Maria Ward, FrankreichAngoulême liegt im Südwesten Frankreichs, etwa 120 Kilometer nördlich von Bordeaux, und hat ca. 50 000 Einwohner. Der erste offizielle Schüleraustausch zwischen der Ecole Saint-Paul und dem Maria-Ward-Gymnasium fand im Jahre 1985 statt. Die Freundschaft zwischen beiden Schulen besteht seit nunmehr 30 Jahren. Seitdem nehmen jährlich zwischen 20 und 25 Schülerinnen und Schüler auf beiden Seiten am Austausch teil und verbringen knapp zwei Wochen in der jeweiligen Gastfamilie. Begleitet werden die Gruppen von je zwei Lehrern. Beide Schulen sind christlich orientierte Privatschulen und blicken auf eine lange Tradition zurück. Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe können sich für die Teilnahme am Austausch bewerben.

Die Jugendlichen begleiten ihre Partner in den Unterricht und nehmen am Schulalltag und zu Hause am Familienleben teil. Zusätzlich wird ihnen ein umfangreiches Besichtigungsprogramm angeboten, um Landschaft, Kultur und Lebensweise im jeweiligen Gastland kennen zu lernen. So besuchen die französischen Gäste eine Brauerei und  eine Bäckerei und bekommen eine Stadtführung durch Altötting. Sie werden vom Bürgermeister empfangen und bei einem Heimatabend, bei dem der ortsansässige Trachtenverein bayerische Tänze und Bräuche vorführt, treffen sich alle am Austausch beteiligten Jugendlichen, Gastfamilien und Lehrkräfte zu einem gemeinsamen Abendessen.

Beim Gegenbesuch in Angoulême besichtigen die deutschen Schülerinnen und Schüler die historischen Bauwerke der Stadt, eine Schokoladenfabrik, erhalten einen Einblick in das Herstellungsverfahren des berühmten Cognacs und besuchen mehrere Museen, so z.B. das bekannte Comic-Museum der Stadt. Ein Ausflug an den nahen Atlantik mit den Austernzüchtungen rundet das Programm ab.

Kriterien für die Auswahl zum Frankreichaustausch

Gastschüler aus Angoulême zu Besuch am Maria-Ward-Gymnasium

Botschafterin Bayerns in Indien

Erfahrungsbericht von Jana Langseder: Mein Aufenthalt in Indien


Namaste! Ich bin Jana und konnte im Schuljahr 2016/17 einen zehnmonatigen Austausch in Indien erleben - die wohl schönsten und spannendsten zehn Monate meines Lebens! Indien ist ein Land der Gegensätze, die sieben anderen Schüler, die gleichzeitig mit mir Indien zu ihrer zweiten Heimat gemacht haben, und ich, wir haben alle ganz andere Erfahrungen gemacht. In jeder einzelnen Familie ist die Kultur anders und selbst wenn dieselben Feste gefeiert werden, gibt es andere Bräuche und Traditionen, so dass ihr euch sicher sein könnt das eure Erfahrungen in Indien komplett einzigartig sind!


Aber wie kommt eigentlich die Idee, in dem Land in Südasien leben zu wollen? Ich habe mich tatsächlich zuerst für das ganz typische Austauschland interessiert - Amerika. Aber nachdem das Bekannte mitbekommen haben, erzählten sie mir von ihrer Tochter, die mit genau dem gleichen Programm wie ich in Indien war. Die Erzählungen haben mich so beeindruckt, dass sie mich letzten Endes dorthin gebracht haben, wo ich dann war, in den Norden Indiens. Und ich bin unglaublich dankbar dafür, dass diese Bekannten da gewesen sind. Nur dank ihrer Inspiration habe ich meine zweite Heimat und meine zweite Familie so gefunden, wie es nun einmal war. Und wahrscheinlich sagt das jeder über genau sein Jahr, aber es hätte nicht schöner sein können! Außerdem habe ich erst in eben jenem Gespräch über die Organisation YFU und das Stipendienprogramm „Botschafter Bayerns“ erfahren (ja, ich muss zugeben, ich habe mich im Vorfeld nicht besonders gut über meine Möglichkeiten informiert, ich hatte wirklich Glück, dass mir eigentlich zufällig alles erzählt wurde). Das Stipendium hat für mich das ATJ schöner gemacht, weil ich offiziell Bayern im Ausland repräsentiert habe. Ja, jeder Schüler steht für Deutschland, aber es war schon eine Ehre, vom Kultusministerium extra ausgewählt zu werden. Außerdem war es natürlich für meine Eltern wesentlich einfacher, da sie dann gar nicht mehr auf das Geld, das für den Austausch automatisch ausgegeben wird, achten mussten.
Nachdem ich mich auf den VBTs war und mich ein bisschen über Indien und Bhopal, die Stadt in der ich die ersten zwei Monate vor meinem Gastfamilienwechsel nach Chandigarh gewesen bin, eingelesen habe, ging es auch schon los.
Mein Bericht wird sich auf nur auf meine Familie in Chandigarh beziehen.

Familie in Indien ein Wert, der großgeschrieben wird, also waren diese vier Personen, meine Eltern, meine ältere Schwester und mein älterer Bruder, auch die wichtigsten Personen in diesem Jahr. Ich verbringe mehr Zeit mit ihnen, aus jemals zuvor mit meiner deutschen Familie oder meinen Freunden, egal ob in Indien oder in Deutschland. Sie sind die süßesten Personen, die ich je kennengelernt habe und sie sind unglaublich fürsorglich. So sind sie mir natürlich auch unglaublich ans Herz gewachsen. Der Abschied war auch dementsprechend schwer und es ist immer noch nicht leicht, so weit von ihnen weg zu sein, aber ich bin regelmäßig mit ihnen in Kontakt und die Erfahrungen waren es definitiv wert!
Wenn ich von meiner Familie in Indien erzähle sage ich meistens „Mama“ und „Papa“, auch wenn ich über sie mit meiner leiblichen Mama und meinem leiblichen Papa rede. In Hindi, der Sprache meiner Gastfamilie, heißen die beiden nämlich genau so wie in der deutschen Sprache. Jetzt, nachdem ich sie ein Jahr so genannt habe, fühlt es sich falsch an, sie irgendwie anders zu nennen. Es ist einfach ein tolles Gefühl, überall auf der Welt (ok, eigentlich nur Deutschland und Indien, aber das zählt schon) Familie und Freunde zu haben. Plötzlich wird die Welt zu einem kleineren Ort und man möchte unbedingt noch einen Ort so intensiv kennen lernen, wie den, wo man seinen Austausch verbringt.
Ich würde mich sofort wieder für einen Austausch anmelden, ich hoffe auch, dass ich während meinem Studium die Möglichkeit haben werde, für ein oder zwei Semester nochmal im Ausland zu leben. Der Hauptgrund dafür ist, das man so unglaublich viel lernt. Über die Kultur, über die Menschen dort, über sich selbst. Man fängt an, über seine eigenen Wertevorstellungen nachzudenken, über die Religion (ich bin Evangelisch, meine Gastfamilie ist hinduistisch. Dort betet man viel zu Statuen von Göttern. In den zehn Geboten ist es verboten, zu einem anderen Gott oder einem Gottesabbild zu beten, trotzdem habe ich beides gemacht. Aber ein schlechtes Gewissen habe ich nicht. Ich glaube, jetzt mehr als jemals zuvor, an einen toleranten Gott, zu dem ich zurzeit einfach durch einen anderen Weg meinen Glauben zeige).
Natürlich ist es nicht immer nur Spaß. Man vermisst seine Familie und Freunde aus dem Heimatland, ein bestimmtes Essen (in meinem Fall das Schwarzbrot), man ist verwirrt, wenn die Leute um einen herum in einer anderen Sprache sprechen, besonders wenn sie in einer Gruppe sind und schnell sprechen. Am Anfang konnte ich nicht hören, wo ein Wort anfängt und das nächste aufhört. Mittlerweile verstehe ich Hindi natürlich schon relativ gut, aber manchmal ist es trotzdem noch schwer. Wenn wir nicht daheim essen sind auch oft die Gewürze ein kleines Problem, es ist einfach unglaublich scharf. Aber auch daran kann man sich gewöhnen und mittlerweile mag ich das Essen sogar ein bisschen schärfer. Und auch das „Brotproblem“ wurde gelöst, mir wurde per Post eine Backmischung geschickt, die zwar natürlich nicht perfekt war, aber trotzdem war es Brot und ich wusste ja, in nur kurzer Zeit kann ich wieder täglich Brot essen.
Generell sind all diese Schwierigkeiten klein im Vergleich davon, was man lernt und erleben darf, meistens lässt sich auch eine Lösung dafür finden, wenn man es nur probiert und mit der Familie oder bei größeren Problemen mit YFU redet. An dieser Stelle möchte ich mit einem Spruch aufhören, den wahrscheinlich jeder Austauschschüler für wahr erachtet.
"Studying abroad kills you in a thousand ways, but it makes you smile in a million. So do it. Take a thousand pictures, make a thousand memories, meet a thousand new people... And leave with a thousand ideas and plans for the future."

         

Jana Langseder

 

Ungarn


Dieser Austausch besteht seit 2004. Bis zu 40 Schülerinnen und Schüler aus den 9. Klassen des Gymnasiums und der Realschule haben jedes Jahr die Möglichkeit an einem achttägigen Austausch mit einer ungarischen Schule teilzunehmen. Dabei besuchen die Deutschen im Herbst abwechselnd ihre Austauschpartner inn Esztergom bzw. in Piliscabe. Ein halbes Jahr später sind die Ungarn bei uns zu Gast.

Ziel ist es, den Schülerinnen und Schüleren Land und Leute nahe zu bringen. Dabei gehören Aktivitäten genauso dazu wie Ausflüge wie etwa zum Donauknie oder nach Budapest.

Polen

 
Schüleraustausch mit Gleiwitz

PolenPolenPolen

Seit 2015 bietet das Gymnasium für Neuntklässler einen Austausch mit einer Schule in Gleiwitz an. Auch hier geht es in erster Linie nicht um das Erlernen der anderen Sprache, sondern um das Kennenlernen des Alltags und der Umgebung der Partnerschule. So gibt es bei diesem achttägigen Austausch unter anderem eine gemeinsame Wanderung aller Schülerinnen und Schüler und Besuche von Sehenswürdigkeitn in der Umgebung, z.B. in Krakau.

Programmübersicht für den Polenaufenthalt im September 2015

Besuch und Gegenbesuch finden zeitgleich mit dem ungarischen Austausch statt.

 

 

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